Räuber-Beute-Verhältnis

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Bei dieser Interaktion ist ein Lebewesen der Räuber und eines die Beute. Ohne externe Einflüsse sind solche Verhältnisse immer im Gleichgewicht: Durch Bejagung wird die Beutepopulation verringert, folglich gibt es weniger Nahrung für den Jäger und auch seine Population geht zurück. Nun ist die Beute ungestört und ihre Zahl steigt wieder, so geht der Kreislauf immer weiter. Solche Interaktionen sind vor allem aus dem Tierreich bekannt, aber auch bei Mikroorganismen sind solche Vorgänge bekannt. So fressen beispielsweise Protozoen Bakterien, oder Bakterien werden von Viren befallen.

 

Erklärung für Kinder:

Ein Räuber-Beute-Verhältnis beschreibt die Beziehung zwischen einem Jäger und seiner Beute. Beispielsweise ist der Fuchs der Räuber und der Hase die Beute. Die Füchse jagen und fressen die Hasen, dadurch gibt es weniger Hasen. Weil jetzt kein Essen für die Füchse mehr da ist, gibt es auch bald weniger Füchse. Weniger Füchse bedeutet weniger Stress für die Hasen, die Hasen vermehren sich wieder. Jetzt vermehren sich auch die Füchse wieder, da es wieder mehr zu Fressen gibt. Man kann sich diese Beziehung wie einen Kreislauf vorstellen, der immer im Gleichgewicht ist. Würde man jetzt aber von außen eingreifen, indem man z. B. Füchse jagt, würde man das Gleichgewicht aus der Bahn bringen. Man kennt diese Beziehung aus dem Tierreich, aber auch bei den Mikroorganismen gibt es Räuber, die andere Mikroorganismen befallen.